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15.12.2016

Weitere Zusammenarbeit TU Dresden – kke

Seit etwa acht Jahren verbindet die TU Dresden und kke eine für beide Seiten erfolgreiche Zusammenarbeit.

Bisheriger Höhepunkt dieser Zusammenarbeit war die Verleihung des zweiten Platzes beim 3. Deutschen Kältepreis im Jahr 2011 (siehe CN 2). Im Jahr 2013 hat kke für die TU Dresden im Mollier-Bau eine CO2-Versuchsanlage installiert, die sich in Forschung und Lehre bestens bewährt hat.

Aktuell planen die Bitzer-Professur für Kälte-, Kryo- und Kompressorentechnik der TU Dresden und kke ein Forschungsprojekt mit dem sperrigen Namen „Anlagenkonzeptionierung und Regelung bei der Systemeinbindung der Expander-Compressor-Unit (ECU) und Systemvergleich von CO2-Kälteanlagen mit effizienzsteigernden Maßnahmen im Voll- und Teillastbetrieb“.

Professor Ullrich Hesse stellte am 26.10.2016 im Rahmen einer Diskussion in den Räumen der kke seine vorrangigen Problemstellungen zu diesem Themenkomplex vor. Demnach ist bisher die beste effizienzsteigernde Maßnahme für CO2-Kälteanlagen noch nicht identifiziert. In einem zweiten Punkt stellte er fest, dass aus seiner Sicht das Potenzial der Expander-Compressor-Einheit derzeit noch nicht voll ausgeschöpft ist.

Ziel eines gemeinsamen Forschungsprojektes soll ein objektiver Systemvergleich verschiedener effizienzsteigernder Maßnahmen an CO2-Kälteanlagen, getestet an einer Anlage, sein. Gleichzeitig soll der ECU technisch möglichst bis zur Marktreife entwickelt werden.

Herr Ralf Bartzsch, Leiter Technische Entwicklung der kke, ergänzte, dass neben dem allgemeinen Nutzen, wie einer Reduzierung des Treibhausgasausstoßes oder einer Energieeinsparung, für kke der Know-how-Zuwachs im Bereich der CO2-Technologie von großer Bedeutung ist.

Unter Berücksichtigung der Vorgaben der F-Gase-Verordnung sieht Herr Bartzsch in der CO2-Technologie enormes Zukunftspotenzial.

Nach jetzigem Planungsstand soll der Systemvergleich zwischen einer optimierten ECU und einem Ejektor und/oder einer Ejektorbatterie durchgeführt werden. Der Vergleich soll sowohl an der Laboranlage der TU Dresden und an der Testanlage der kke durchgeführt werden.

Da die gesamte Testanlage der kke in Kesselsdorf wie ein realer Supermarkt ausgeführt ist, sind Tests an dieser Anlage quasi Praxistests. Die vergleichenden Untersuchungen sollen im Voll- und im Teillastverhalten jeweils im sub- und im transkritischen Betrieb durchgeführt werden.

Wichtig ist, dass die Versuche immer an der gleichen Laboranlage und der gleichen Testanlage erfolgen. Nur so wird es möglich sein, die Reproduzierbarkeit der einzelnen Versuchsergebnisse zu überprüfen.

Im Ergebnis soll ein Optimum für effizienzsteigernde Maßnahmen für den sub- und transkritischen Betrieb von CO2-Anlagen und die theoretische Modellierung der einzelnen Varianten stehen.